Wissenschaftliche Mitarbeitende (Doktoranden) w/m/d
Die Wirtschaftspsychologie fragt, wie Menschen in Organisationen entscheiden, arbeiten und führen. An Hochschulen ist das Fach noch jung, wächst aber schnell, weil immer mehr Studiengänge dafür Lehrpersonal brauchen. Hier finden Sie die aktuell 20 ausgeschriebenen Stellen in Wirtschafts-, Arbeits- und Organisationspsychologie im deutschsprachigen Raum, täglich aktualisiert.
Datenbasis: die aktuell 20 auf akademische-jobs.de ausgeschriebenen Stellen in diesem Bereich (Stand: 22. Oktober 2026).
Das Fach sitzt zwischen zwei Fakultäten. An Universitäten ist es meist als Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie in den psychologischen Instituten verankert und gehört damit zur Psychologie. An Fachhochschulen und privaten Hochschulen läuft es dagegen häufig als eigener Studiengang im Bereich Wirtschaft, mit Nachbarschaft zur Betriebswirtschaftslehre und zum Personalmanagement. Diese doppelte Verortung erklärt, warum die Ausschreibungen so unterschiedlich klingen: Die eine sucht eine forschungsstarke Persönlichkeit mit Publikationen zu Führung und Motivation, die andere eine Lehrkraft mit Praxiserfahrung aus Personalabteilung oder Beratung.
Typische Schwerpunkte sind Personalauswahl und Eignungsdiagnostik, Führung und Teamarbeit, Arbeitsgestaltung und Gesundheit am Arbeitsplatz, Verhandlungs- und Entscheidungsforschung sowie Markt- und Konsumentenpsychologie. Zunehmend kommen Fragen der digitalen Arbeit hinzu, etwa die Zusammenarbeit von Menschen mit KI-Systemen oder Belastung im Homeoffice. Wer aus der Grundlagenforschung kommt, bringt experimentelle Methoden und Statistik mit; wer aus der Praxis kommt, Erfahrung mit Diagnostikverfahren, Coaching und Organisationsentwicklung.
Das Spektrum reicht von der Promotionsstelle am universitären Lehrstuhl über Postdoc-Positionen bis zur Professur. Auffällig ist der hohe Anteil an Fachhochschulprofessuren: Weil das Fach dort vor allem in Bachelor- und Masterstudiengängen unterrichtet wird, suchen diese Hochschulen regelmäßig Professorinnen und Professoren mit mehrjähriger Berufspraxis außerhalb der Wissenschaft. Dazu kommen Lehraufträge für einzelne Module, die sich auch für Berufstätige aus Personal- oder Marktforschungsabteilungen eignen. Englischsprachige Ausschreibungen laufen unter dem Titel Business Psychology.
An staatlichen Hochschulen gilt der Tarifvertrag der Länder. Wissenschaftliche Stellen liegen in der Regel in Entgeltgruppe E 13 mit einem Grundgehalt von 4.759,37 € brutto im Monat in Stufe 1, Postdoc-Stellen teils in E 14 mit 5.143,59 €. Professuren folgen der W-Besoldung des jeweiligen Landes, Fachhochschulprofessuren meist in W2. Private Hochschulen vergüten außertariflich und nennen das Gehalt in der Ausschreibung nur selten.
Für Promotionsstellen ist ein Masterabschluss in Psychologie die Regel, häufig mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie. Ein Abschluss in Wirtschaftspsychologie reicht an Universitäten nicht immer aus, weil dort die psychologischen Methodenmodule den Ausschlag geben. Für Fachhochschulprofessuren gilt die übliche Kombination aus Promotion und mindestens drei Jahren Berufspraxis, davon ein Teil außerhalb der Hochschule. Wer die klinische Seite der Psychologie sucht, findet die passenden Stellen im Hub Psychotherapie.
Das hängt von der Promotionsordnung ab. Viele psychologische Fakultäten verlangen einen Master in Psychologie oder einen gleichwertigen Abschluss mit ausreichendem Methodenanteil. Bewerber mit einem Wirtschaftspsychologie-Master einer Fachhochschule müssen mitunter Module nachholen. Fragen Sie beim Lehrstuhl vor der Bewerbung nach.
Inhaltlich überschneiden sich beide stark. Arbeits- und Organisationspsychologie ist die universitäre Bezeichnung für das Teilgebiet der Psychologie, Wirtschaftspsychologie der breitere Studiengangsname an Fachhochschulen, der zusätzlich Markt- und Konsumentenpsychologie einschließt.
Ja. Die Landeshochschulgesetze verlangen in der Regel eine mindestens dreijährige berufliche Praxis nach der Promotion, davon mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs. Erfahrung in Personalabteilungen, Unternehmensberatung oder Marktforschung wird in den Ausschreibungen ausdrücklich genannt.
Ja, und zwar überdurchschnittlich viele. Weil das Fach dort als Studiengang stark nachgefragt ist, schreiben private Hochschulen regelmäßig Professuren und Lehraufträge aus. Die Vergütung ist außertariflich und wird individuell verhandelt.
Viele Lehrstühle schreiben unter dem Oberbegriff aus und nennen den Schwerpunkt erst im Text. Der Hub Psychologie zeigt alle psychologischen Stellen; dort lohnt sich der Blick auf Ausschreibungen mit den Stichworten Führung, Personal oder Organisation.
Stellen aus Wirtschaftspsychologie erscheinen auch in folgenden Fachgebieten: Psychologie