Postdoc-Stellen an Hochschulen und Forschungsinstituten

Die Postdoc-Phase ist der erste Karriereabschnitt nach der Promotion: befristet, forschungsstark und für viele die Etappe vor der Berufung auf eine Professur. Auf dieser Seite finden Sie die aktuell ausgeschriebenen Postdoc-Stellen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, täglich aktualisiert.

1.220 aktuelle Stellen
Fachgebiet
Anstellungsart
Region
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Befristung
Vergütung
TV-L / TV-H / TVöD
W-Besoldung (Professuren)
A-Besoldung (Beamte)
C-Besoldung
1.220 Stellen
13.06.2026
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Wiss. Mitarbeiter*in (d/m/w)

TU Berlin
BerlinE13 TV-LbefristetVollzeitChemieChemieingenieurwesenHüttenwesenIngenieurwesenMaschinenbau / Verfahrenstechnik+1 mehrFrist: 30.06.2026

Postdoc in Zahlen

Datenbasis: die aktuell 1.220 auf akademische-jobs.de ausgeschriebenen Stellen in diesem Bereich (Stand: 21. Juni 2026).

Top-Hochschulen

  1. RWTH Aachen 86
  2. MUL-CT 48
  3. Charité 37
  4. Uni Münster 27
  5. Uni Bochum 25
  6. Uni Halle-Wittenberg 23
  7. TU Wien 21
  8. Uni Köln 21
  9. UKSH 20
  10. Uni Hamburg 20

Was ist ein Postdoc?

Als Postdoc (von „post doctorate“) bezeichnet man Wissenschaftler, die ihre Promotion abgeschlossen haben und an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung weiter forschen. Die Stelle ist eine Qualifizierungsphase: Sie schärfen Ihr eigenes Forschungsprofil, publizieren, werben Drittmittel ein und arbeiten in vielen Fällen auf die Habilitation oder eine Juniorprofessur hin. Ausgeschrieben werden Postdoc-Stellen häufig auch unter Bezeichnungen wie „Wissenschaftlicher Mitarbeiter“, „Research Associate“ oder „Postdoctoral Researcher“.

Welche Aufgaben hat ein Postdoc?

Im Mittelpunkt steht die eigene Forschung. Hinzu kommen in aller Regel:

  • eigenständige Forschung und Publikation in Fachzeitschriften,
  • Mitarbeit an oder Leitung von Drittmittelprojekten (etwa DFG, BMBF, EU),
  • Betreuung von Promovierenden und studentischen Arbeiten,
  • Lehre im Umfang weniger Semesterwochenstunden,
  • Vorträge auf Konferenzen und Aufbau eines wissenschaftlichen Netzwerks.

Wie stark Forschung, Lehre und Projektarbeit gewichtet sind, hängt von Fach, Hochschule und Finanzierung ab.

Wie ist eine Postdoc-Stelle vergütet?

Postdoc-Stellen an staatlichen Hochschulen werden in aller Regel nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt, üblicherweise in Entgeltgruppe E 13 oder E 14 und meist in Vollzeit. Die Stufe richtet sich nach der einschlägigen Berufserfahrung.

EntgeltgruppeGrundgehalt, Stufe 1 (Stand 2026)
E 134.759,37 €
E 145.143,59 €

Quelle: Tarifvertrag der Länder (TV-L), Entgelttabelle 2026.

Wer später auf eine Professur berufen wird, wechselt in die W-Besoldung (W1, W2, W3). In Österreich und der Schweiz gelten eigene Gehaltsschemata der jeweiligen Hochschule.

Wie lange ist eine Postdoc-Stelle befristet?

Postdoc-Stellen sind fast immer befristet. Maßgeblich ist das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG): Nach der Promotion dürfen Sie in der Qualifizierungsphase bis zu sechs Jahre befristet beschäftigt werden, in der Medizin bis zu neun. Die Laufzeit eines einzelnen Vertrags richtet sich nach dem Qualifizierungsziel und der Projektlaufzeit. Wird die Stelle aus Drittmitteln finanziert, orientiert sich die Befristung an der Förderdauer.

Wie geht es nach dem Postdoc weiter?

Die Postdoc-Phase ist auf den nächsten Schritt ausgelegt. Klassisch führt der Weg über die Habilitation oder eine Juniorprofessur mit Tenure Track zur Professur. Daneben wechseln viele Postdocs in die Forschung und Entwicklung von Unternehmen, an außeruniversitäre Institute oder in die Wissenschaftsverwaltung. Verwandte Einstiegsstellen finden Sie unter Wissenschaftlicher Mitarbeiter und PhD / Doktorandenstelle.

Häufige Fragen zu Postdoc

Was verdient ein Postdoc?

An staatlichen Hochschulen werden Postdoc-Stellen nach dem TV-L vergütet, meist in Entgeltgruppe E 13 oder E 14. Das Grundgehalt beginnt 2026 bei rund 4.760 € (E 13) beziehungsweise 5.140 € (E 14) brutto im Monat und steigt mit den Erfahrungsstufen. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Gehaltsschemata.

Brauche ich für eine Postdoc-Stelle eine Promotion?

Ja. Die abgeschlossene Promotion ist die Grundvoraussetzung. Einzelne Ausschreibungen lassen eine kurz vor dem Abschluss stehende Promotion zu, verlangen den Nachweis dann aber zum Dienstantritt.

Wie lange darf eine Postdoc-Stelle befristet sein?

Nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz ist nach der Promotion eine befristete Beschäftigung von bis zu sechs Jahren möglich, in der Medizin bis zu neun. Die Dauer des einzelnen Vertrags hängt vom Qualifizierungsziel und der Projektfinanzierung ab.

Worin unterscheidet sich ein Postdoc von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter?

Die Begriffe überschneiden sich: Viele Postdoc-Stellen werden formal als „Wissenschaftlicher Mitarbeiter“ ausgeschrieben. Entscheidend ist der Zeitpunkt. Ein Postdoc hat bereits promoviert, während wissenschaftliche Mitarbeiter auch Promovierende vor dem Abschluss sein können.

Was kommt nach der Postdoc-Phase?

Üblich sind die Habilitation oder eine Juniorprofessur mit Tenure Track als Weg zur Professur. Ebenso wechseln viele Postdocs in die Forschung und Entwicklung von Unternehmen, an außeruniversitäre Forschungsinstitute oder in die Wissenschaftsverwaltung.

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