- Start: 15.01.2027
- Vergütung: Vergütung nach E13 TV-L
- Umfang: Teilzeit
- Befristung: befristet (auf 3 Jahre)
- Arbeitsort: Bielefeld
Die Arbeitsgruppe IOCB in der Fakultät für Chemie an der Universität Bielefeld, bestehend aus einem Team von 15 bis 20 Mitarbeiter*innen, beschäftigt sich mit Forschungsthemen zur industriellen organischen Chemie und Biotechnologie, wobei diese unter anderem im Rahmen von verschiedenen nationalen und internationalen öffentlich geförderten Drittmittelprojekten bearbeitet werden.
Im Rahmen des Forschungsprojekts „chemoenzymatische Synthesen“ als Beitrag zu einer nachhaltigen Chemie wird in Fortsetzung bisheriger Forschungsprojekte auf diesem Gebiet die Kombination von chemokatalytischen und enzymatischen Reaktionen zu den in einem Reaktor durchgeführten organischen Synthesen ohne Aufarbeitung von Zwischenstufen (lntermediaten) erforscht und bearbeitet. Dadurch wird der Einsatz von Lösungsmitteln ebenso wie die Bildung von Abfall minimiert und die Gesamtprozesseffizienz deutlich erhöht. Eine wesentliche Voraussetzung ist die Kompatibilität der beteiligten Reaktionsschritte.
Ein Schwerpunkt in diesem Forschungsprojekt liegt in der Einbindung von Biotransformationen mit Redox-Enzymen in solche Eintopfsynthesen, wobei als Zielmoleküle unter anderem α-Aminosäuren in enantiomerenreiner Form hergestellt werden sollen. Zunächst werden hierzu die gewünschten Biotransformationen entwickelt, wobei auch der Bearbeitung verschiedener Konzepte der in situ-Cofaktor-Regenerierung besondere Bedeutung zukommt.
Für die nachfolgende Kombination mit „klassisch chemischen“ Reaktionen werden dann die Einzelreaktionen im Hinblick auf deren Kombination optimiert. Anschließend soll dann die jeweilige Eintopfsynthese realisiert und zudem im vergrößerten Labor-Maßstab durchgeführt werden. Diese neuartigen Verfahren sollen den Zugang zu Zielmolekülen mit industrieller Relevanz in ökonomisch attraktiver und nachhaltiger Weise ermöglichen. Wie obig erwähnt, liegt bei den Zielprodukten ein Schwerpunkt auf der Herstellung von enantiomerenreinen α-Aminosäuren, welche für die Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen von Interesse sind. Die experimentellen Arbeiten sollen dabei von einer computerunterstützten Prozessmodellierung begleitet werden
Ihre Aufgaben
- wissenschaftliche Mitarbeit an den o. g. Forschungsaufgaben (75 %)
- Lehraufgaben in Form der Betreuung von Praktika im Umfang von 2,7 Lehrveranstaltungsstunden (25 %)
Die Beschäftigung ist der wissenschaftlichen Qualifizierung förderlich, die Gelegenheit zur wissenschaftlichen (Weiter-)Qualifikation wird gegeben.
Ihr Profil
- abgeschlossenes einschlägiges wissenschaftliches Hochschulstudium (z. B. Diplom/Master) in Chemie, Biochemie, Biotechnologie, Molekularbiologie oder einem eng verwandten Studiengang
- fundierte theoretische Kenntnisse und nachgewiesene eingehende praktische Erfahrungen (nachzuweisen beispielsweise durch einschlägige Publikationen und/oder eine Masterarbeit auf dem Gebiet):
- in der organischen Synthese mit Biokatalysatoren
- in der Verwendung von reaktiven Gasen am Beispiel von Wasserstoff und/oder Kohlenmonoxid in chemischen Reaktionen,
- in der enantioselektiven Herstellung von Aminosäuren
und - auf dem Gebiet der instrumentellen Analytik
(NMR sowie GC und/oder HPLC)
- hervorragende Kenntnisse der englischen und deutschen Sprache (in Wort und Schrift)
- selbständiges, eigenverantwortliches und engagiertes Arbeiten
- ausgeprägte Organisations- und Koordinationsfähigkeit
- kooperative und teamorientierte Arbeitsweise
- eingehende Erfahrung auf dem Gebiet der chemoenzymatischen Synthese
- Erfahrung in der Herstellung von Biokatalysatoren
- Erfahrung in der Prozessentwicklung organisch-chemischer und / oder biokatalytischer Reaktionen sowie der Aufarbeitung von Biotransformations-reaktionen und damit verbunden Produktisolierung
- Erfahrung in chemokatalytischen Hochdruckreaktionen
- Freude an der Darstellung eigener Ergebnisse auf Projekttreffen sowie in Form von wissenschaftlichen Veröffentlichungen
Wir bieten
- interne und externe Fortbildungsmöglichkeiten
- Vielzahl von Gesundheits-, Beratungs- und Präventionsangeboten
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf
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