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Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in – Institut für Psychologie 26/Sa25

Eckdaten

Hochschule
Uni Greifswald
Website
uni-greifswald.de ↗
Standort
Greifswald
Stellenart
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Anstellungsart
Teilzeit
Vergütung
E13 TV-L
→ TV-L E13 erklärt
Befristung
Befristet
Bewerbungsfrist
30.08.2026
Fachgebiete
Cybersecurity, Gesundheitswissenschaft, Informatik, Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie

11.08.2026 | Wissenschaftliches Personal, Promotionsstelle | Frist: 30.08.2026

Stellenausschreibung als PDF

Am Institut für Psychologie, Lehrstuhl Gesundheit und Prävention, der Universität Greifswald ist in der DFG-Forschungsgruppe „Adaptionsprozesse von Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen (AdaptInfra)“, vorbehaltlich der Mittelbereitstellung, voraussichtlich zum nächstmöglichen Zeitpunkt, befristet für die Dauer von 4 Jahren die Stelle als teilzeitbeschäftigte*r mit 75 v. H.

wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L Wissenschaft.

Die interdisziplinäre Forschungsgruppe AdaptInfra untersucht, wie sich Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen an sich verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen anpassen. Die Adaptionen werden vergleichend aus soziotechnischer und systemdynamischer Perspektive durch Wissenschaftler*innen aus Ökonomie, Geographie, Kriminologie, Psychologie, Theologie, Medizin und Politikwissenschaft betrachtet. Die Arbeit ist im Teilprojekt 3 angesiedelt, welches sich mit Adaptationsprozessen von Sicherheitsinfrastrukturen peripherer ländlicher Räume in Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Kriminologie (Fokus Zivilschutz) und des Lehrstuhls für Gesundheit und Prävention (Fokus Katastrophenschutz) beschäftigt.

Vor dem Hintergrund der in ländlich-peripheren Regionen besonders gravierend wirkenden gesellschaftlichen Transformationsprozesse (demografisch, ökonomisch und soziokulturell, inkl. digitaler Spaltung) befasst sich das Teilprojekt 3 mit einer Analyse der Adaptionsprozesse der Sicherheitsinfrastruktur im ländlich-peripheren Raum, dazu zählen etwa Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, die im Bereich der Gefahrenabwehr tätig sind (z. B. Polizei, Feuerwehr, THW) sowie besondere Aufbauorganisationen, kommunale Krisenstäbe und Akteure der Verwaltung. Die Erfahrungen, Bedürfnisse und Herausforderungen werden dabei unter Berücksichtigung komplexer Wechselwirkungen mit den sicherheitsbezogenen Einstellungen, Erfahrungen und Bedürfnissen der ansässigen Bevölkerung betrachtet. Im Fokus Zivilschutz wird dabei als Schwerpunkt die polizeiliche Gefahrenabwehr betrachtet, im Fokus Katastrophenschutz die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr.

Wir bieten

  • Die Stelle bietet die Möglichkeit zur Anbindung einer Promotion an den Arbeitsbereich unter Verwendung der im Projekt AdaptInfra generierten Ergebnisse
  • Arbeit an einem politikrelevanten und hochaktuellen Thema
  • Intensive Zusammenarbeit in einem kooperativen und hochqualifizierten Team über disziplinäre Grenzen hinweg
  • Erstklassige Voraussetzungen für die weitere Qualifizierung durch ein breites Spektrum projektinterner und universitärer Angebote
  • Familienfreundliches Umfeld der Universität und am Standort Greifswald

Arbeitsaufgaben:

  • Durchführung von systematischer Literaturrecherche und Erstellung von Reviews zur Adaptation von Infrastrukturen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes mit Fokus auf ländliche und ländlich-periphere Räume
  • Vorbereitung, Durchführung und Analyse qualitativer, leitfadengestützter Interviews mit Expert*innen im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz sowie Repräsentant*innen selbstorganisierter sozialer Gruppen mit Sicherheitsaufgaben
  • Vorbereitung und Durchführung quantitativer Sekundärdatenanalysen zu sicherheitsrelevanten Indikatoren in der Bevölkerung, insbesondere in ländlich-peripheren Räumen, im deutschsprachigen Raum sowie in europäischen Vergleichsregionen (z. B. Befragungen zu Sicherheitsempfinden, Kriminalität)
  • Gemeinsame und vergleichende Analyse der Ergebnisse im Bereich Zivil- und Katastrophenschutz (gemeinsam mit dem Team des Lehrstuhls für Kriminologie), Triangulation der qualitativen und quantitativen Daten und Entwicklung von Prozessmodellen (mittels Process Tracing)
  • Weiterführende Analyse des Einflusses von regionalen und differentiellen Faktoren, z. B. des Grades der Ländlichkeit, des Ausmaßes der Digitalisierung, anhand qualitativer (z. B. Typenbildung) und quantitativer (z. B. Moderationsanalysen) Methoden, unter Berücksichtigung der Untersuchungsregionen und der unterschiedlichen Zivil- und Katastrophenschutzbereiche
  • Kooperation mit anderen Teilprojekten in AdaptInfra sowie Beiträge zur Synthese der Forschungsgruppe

Einstellungsvoraussetzungen

  • Zum Zeitpunkt der Einstellung erfolgreich abgeschlossenes psychologisches, sozialwissenschaftliches oder gesundheitswissenschaftliches Hochschulstudium mit einschlägiger Qualifikation (Diplom, Master oder äquivalent)
  • Hohe einschlägige psychologische bzw. sozial- oder gesundheitswissenschaftliche Methodenkompetenz, z. B. in der Analyse von quantitativen Längsschnittdaten oder Sekundärdaten (idealiter mit Bezug zum Thema Sicherheit der Bevölkerung, Bevölkerungs-, Zivil- oder Katastrophenschutz) ODER z. B. in der Analyse von qualitativen Längsschnittdaten oder Expert*inneninterviews (beides wäre in der Regel nachzuweisen durch einschlägige Fachpublikationen, Arbeiten oder Berichte)
  • Erfahrungen in der Zusammenführung und Integration unterschiedlicher Datenquellen (z. B. Strukturdaten, Befragungsdaten, qualitative Daten) oder Bereitschaft, sich in diese Aufgabe einzuarbeiten
  • Interesse am Themenfeld des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes
  • Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit in einem fakultätsübergreifenden Team

Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten, die bei der Auswahlentscheidung maßgeblich berücksichtigt werden, sind:

  • Erfahrungen mit interdisziplinärer Zusammenarbeit oder ein interdisziplinärer Bildungsweg
  • Gute Kenntnisse in fortgeschrittenen quantitativen oder qualitativen oder Mixed Methods-Ansätzen
  • Interesse an der Entwicklung von Fachpublikationen
  • Interesse an wissenschaftlicher Weiterqualifikation (z. B. Promotion, Habilitation)

Diese Ausschreibung richtet sich an alle Personen unabhängig von ihrem Geschlecht. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Beteiligung des Personalrats erfolgt bei Einstellung und Eingruppierung des wissenschaftlichen/künstlerischen Personals gemäß § 83 Absatz 8 Satz 3 in Verbindung mit Absatz 1 Nummer 1 PersVG M‑V nur auf Antrag. Der Antrag kann zusammen mit der Bewerbung in Textform per E-Mail, gestellt werden.

Kosten, die Ihnen im Rahmen des Bewerbungsverfahrens entstehen, können vom Land Mecklenburg-Vorpommern leider nicht übernommen werden.

Wir weisen darauf hin, dass die Einreichung der Bewerbung eine datenschutzrechtliche Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer Bewerberdaten durch uns darstellt. Näheres zur Rechtsgrundlage und Datenverwendung finden Sie hier.

Bitte reichen Sie folgende Unterlagen ein:

  • Lebenslauf
  • Nachweise über Qualifikationen (Kopien von Master- und Promotionsurkunden oder ähnliches)
  • Ihre Masterarbeit/Doktorarbeit
  • Ggf. einschlägige Publikationen

Bewerbungen sind bitte per E-Mail unter Angabe der Ausschreibungsnummer 26/Sa25 bis zum 30.08.2026 zu richten an:

silke.schmidt@uni-greifswald.de

Um dich für diesen Job zu bewerben, besuche bitte www.uni-greifswald.de.

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