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Professur für Organische Chemie (W3) (Nachfolge von Prof. Dr. Tanja Gulder)

Eckdaten

Hochschule
Uni Leipzig
Website
uni-leipzig.de ↗
Standort
Leipzig
Stellenart
Professur
Vergütung
W3
→ W1, W2 und W3 erklärt
Bewerbungsfrist
02.07.2026
Fachgebiete
Chemie, Naturwissenschaft

zu „Stellenausschreibungen”

Professur für Organische Chemie (W3) (Nachfolge von Prof. Dr. Tanja Gulder)

Leipzig SN DE

An der Fakultät für Chemie und dem Center for the Transformation of Chemistry (CTC) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt oben genannte Professur in einer gemeinsamen Berufung (Karlsruher Modell) zu besetzen.

Es wird eine herausragende Wissenschaftlerin oder ein herausragender Wissenschaftler mit einem starken und ausgewiesenen internationalen Forschungsprofil sowie nachgewiesenen Forschungsleistungen in Organischer Chemie gesucht. 

Wissenschaftliches Umfeld

Die Universität Leipzig ist eine der traditionsreichsten und zugleich forschungsstärksten Universitäten Deutschlands und verbindet exzellente Wissenschaft mit einem breiten Fächerspektrum. Die Fakultät für Chemie zeichnet sich durch moderne Forschungsinfrastruktur, eine hervorragende Betreuung der Studierenden und ausgewiesene Expertise in allen Kernbereichen der Chemie aus. Sie bietet ein dynamisches, interdisziplinäres Umfeld mit vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten, insbesondere in den vier etablierten Forschungsschwerpunkten „Chemie im Mikro-Raum“, „Materialien und Energie“, „Multifunktionale Katalyse“ sowie „Chemische Theranostik“. Darüber hinaus ist die Fakultät eng in die universitären Forschungsprofile eingebunden und pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit den Fakultäten für Physik und Erdsystemwissenschaften, für Lebenswissenschaften sowie mit der Medizinischen Fakultät.

Das Center for the Transformation of Chemistry (CTC) ist ein unabhängiges Großforschungszentrum im Mitteldeutschen Revier. Das CTC verfolgt mit einem transdisziplinären Forschungsansatz und einer strukturierten Kooperation von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft das Ziel, die Transformation einer bisher linearen und von fossilen Rohstoffen abhängigen Chemieindustrie zu einer nachhaltigen und regional verankerten Kreislaufwirtschaft voranzubringen. Die Forschung am CTC erfolgt entlang zweier Moonshots missionsgetrieben: dem autonomen Labor sowie dem vollständig recyclebaren Auto. Die Umsetzung der Moonshots wird in den komplementären Themengebieten Automatisierung, Datengesteuerte Chemie, Erneuerbare Rohstoffe, Recycling sowie Gesellschaftliche, Ökologische und Ökonomische Metriken verfolgt. Eine besondere Bedeutung hat am CTC der Transfer wissenschaftlicher Forschungsergebnisse in konkrete Anwendungen und Ausgründungen.

Der Bewerberin oder dem Bewerber wird in einer leitenden Position als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler am CTC die Möglichkeit gegeben, sich in einem innovativen Forschungsbereich zu profilieren, neue Projekte zum Erreichen der Moonshot-Ziele zu konzipieren und erfolgreich umzusetzen. Besonderes Potenzial ergibt sich aus der interdisziplinären Kooperation mit weiteren leitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie mit jungen und dynamischen Forschungsgruppen. Die besondere Struktur des CTC, welche die Brücke zwischen akademischer Grundlagenforschung und industrieller Anwendung schlägt, bietet zudem Gelegenheit, unternehmerisch aktiv zu werden – einerseits in gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit CTC-Industriepartnern, anderseits durch eigene Ausgründungsaktivitäten.

Die Kombination der Arbeit an beiden Institutionen ermöglicht es, Grundlagenforschung und Anwendung ideal zu verbinden und wissenschaftliche Ergebnisse gezielt in gesellschaftliche und wirtschaftliche Anwendung zu überführen.

Es bieten sich zudem im Mitteldeutschen Revier vielfältige Kooperationsmöglichkeiten mit Forschungseinrichtungen in Leipzig und Halle wie z.B. dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, dem Deutschen Biomasseforschungszentrum, dem Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum, dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie, dem Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP, dem Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf – Außenstelle Leipzig oder dem Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften.

Aufgaben 

An der Fakultät für Chemie soll die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber an aktuellen Forschungsverbünden mitwirken (u. a. Transregio-SFB 386 „HYP*MOL – Hyperpolarization in molecular systems“) sowie künftige initiieren und maßgeblich mitgestalten. Erwartet wird zudem, dass bestehende Aktivitäten des Instituts für Organische Chemie sowie der Fakultät für Chemie ergänzt und verstärkt werden, insbesondere auch angelehnt an die Forschungsschwerpunkte der Fakultät für Chemie sowie die Kernkompetenzfelder der Universität Leipzig. 

Darüber hinaus wird die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung ausdrücklich erwartet. Die zukünftige Stelleninhaberin oder der zukünftige Stelleninhaber soll zudem das Fachgebiet Organische Chemie in Lehre und Forschung in voller Breite vertreten. Sie oder er soll die Lehre in den gestuften Studiengängen B.Sc. und M.Sc. Chemie sowie den internationalen, englischsprachigen Studiengängen, im Lehramt Chemie und in der Nebenfachausbildung im Bereich der Organischen Chemie übernehmen und ergänzen können. 

Am CTC wird die Kandidatin oder der Kandidat die Rolle als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler in leitender Position einnehmen und sich auf Forschungsfragestellungen im Rahmen der Transformation der Chemie fokussieren. Die Forschungsaktivitäten sollen auf die Anforderungen der Moonshots einzahlen. Es wird entsprechendes Engagement bei der Weiterentwicklung der oben genannten Themengebiete mit den am CTC aktiven Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Nachwuchsgruppen erwartet. Die Einwerbung weiterer Drittmittel sowie der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit gehören ebenfalls zu den Aufgaben.

Anforderungen

Von der Bewerberin oder dem Bewerber wird erwartet, dass sie oder er in der Forschung durch herausragende Leistungen auf einem aktuellen Gebiet der organischen Synthesechemie international ausgewiesen ist.

Rechte und Pflichten der Stelleninhaberin oder des Stelleninhabers ergeben sich aus dem Sächsischen Hochschulgesetz (SächsHSG) und der Hochschuldienstaufgabenverordnung (HSDAVO). Die Bewerberinnen oder Bewerber müssen die Berufungsvoraussetzungen gemäß § 59 SächsHSG erfüllen.

Die Universität Leipzig und das CTC streben Diversität und Chancengerechtigkeit sowie einen höheren Anteil von Frauen in Wissenschaft und Lehre an. Qualifizierte Wissenschaftlerinnen sind deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. 

Bitte bewerben Sie sich bis 2. Juli 2026 ausschließlich über das Berufungsportal der Universität Leipzig: Berufungsportal der Universität Leipzig.

Weitere Informationen zum CTC sind zu finden unter www.ctc-germany.org. Für weitere Fragen steht der Dekan und Vorsitzende der Berufungskommission, Prof. Dr. Holger Kohlmann (Tel. 0341-9736000; via E-Mail), zur Verfügung. Die Bewerbungsunterlagen werden auch den Vertreterinnen oder Vertretern sowie dem Aufsichtsrat des CTC zugänglich gemacht. Vom CTC sowie der Universität benannte Vertreterinnen oder Vertreter nehmen am gesamten Auswahlverfahren einschließlich der Vorstellungsgespräche teil.

Bewerbungsschluss: 02.07.2026

Prof. Dr. Holger Kohlmann

Dekan

Fakultät für Chemie
workJohannisallee 29
04103 Leipzig

Weitere Links

Um dich für diesen Job zu bewerben, besuche bitte www.uni-leipzig.de.

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