in der Region.
Wir suchen zum 01.01.2027 für das Verbundprojekt stress care der Abteilung für Klinische Psychologie und
Psychotherapie am Dienstort Saarbrücken
Wissenschaftliche Mitarbeiterin/ Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d)
Kennziffer W2924, Vergütung nach TV-L, Entgeltgruppe E14 TV- L, Beschäftigungsdauer: 01.01.2027 bis
Das ist Ihr Arbeitsbereich:
Krisenmanagement und diagnostische Einschätzung im Verbundprojekt stress care – Ein Stepped-Care-Programm
zur Förderung von Resilienz und Reduktion psychischer Belastung bei jugendlichen Schüler*innen (vgl. https://stresscare.de/)
Im Rahmen des von Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) geförderten Projektes stress care
(https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/stress-care.717) wird eine evidenzbasierte niedrigschwellige
transdiagnostische Intervention zur Förderung von Resilienz und Reduktion psychischer Belastung für Schüler*innen
der 8. und 9. Klassen entwickelt und auf Wirksamkeit überprüft.
stress care kombiniert primär-präventive Bestandteile zur Förderung mentaler Gesundheitskompetenz und
Emotionsregulation, die in Projekttagen an Schulen durch Mitarbeitende der Schulpsychologie bzw. Schulsozialarbeit
durchgeführt werden, mit einer sekundären indizierten Prävention, die nach einem individuellen digitalen Assessment
durch die Nutzung einer ehealth-Anwendung (App) umgesetzt wird, und sich an den individuellen Bedarfen der
jeweiligen Schüler*in orientiert. Bei der Nutzung der digitalen Anwendung werden die Schüler*innen durch geschulte
studentische eCoaches begleitet.
An den Studienstandorten Landau und Saarbrücken werden jeweils eine approbierte Kinder- und Jugendlichen-
Psychotherapeut*in bzw. Psychologische Psychotherapeut*in mit Zusatzqualifikation für Kinder und Jugendliche mit
einem Beschäftigungsumfang von 50 % beschäftigt, um in Krisensituationen schnell qualifizierte Hilfe zur Verfügung
zu stellen und Ansprechpartner*innen für die eCoaches zu sein. Die hier ausgeschriebene Stelle betreut mehrere
Studienzentren.
Ihre Aufgaben sind:
Krisenerkennung und diagnostische Einschätzung
- Online-Kontaktaufnahme zu Schüler*innen, die im Rahmen der Studie bei Nutzung der digitalen
Interventionskomponenten weitergehenden Unterstützungsbedarf oder suizidale Tendenzen signalisieren;
Schüler*innen mit suizidalen Absichten werden umgehend kontaktiert (im engen Austausch mit eCoaches)
- Diagnostische Einschätzung, ob entsprechende Schutzmaßnahmen (ggf. stationäre Aufnahme) eingeleitet werden müssen (z.B. unmittelbare stationäre Aufnahme)
- Handeln entlang der im Projekt definierten Krisenpfade und Leitfäden für den Krisenfall sowie Mitwirkung an deren
Weiterentwicklung
- Ggf. Vermittlung der betroffenen Schüler*innen in ein Angebot der psychotherapeutischen bzw. kinder- und jugendpsychiatrischen Regelversorgung
- Mitwirkung an der kontinuierlichen Dokumentation schwerer unerwünschter Ereignisse (SUE) und unerwünschter
Ereignisse (UE) im Sinne der Studiensicherheit
Zusammenarbeit mit den eCoaches
- Enge Unterstützung und Supervision der eCoaches (geschulte Psychologie-Studierende), die die Schüler*innen
bei der Nutzung des digitalen Angebots begleiten – insbesondere dann, wenn diese wegen individuell akuten
Unterstützungsbedarfs (z. B. Krisenzustände) kontaktiert werden
- Feste Ansprechperson für die Rückkopplung: Nachrichten von Schüler*innen, die die eCoaches nicht sicher
einschätzen können, werden an Sie zurückgespiegelt und gemeinsam bewertet
Ansprechperson für die schulischen Fachkräfte
- Ansprechpartner*in und fachliche Beratung für die beteiligten Schulpsychologischen Dienste bzw. die Schulsozialarbeit, wenn diese bei der Einschätzung von Schüler*innen Unterstützungsbedarf sehen, die sie im Schulkontext an den Projekttagen betreuen
- Qualifizierte Beratung der Fachkräfte in den Schulen im Umgang mit herausfordernden Situationen, u. a. bei sich abzeichnenden Stigmatisierungsprozessen in einzelnen Schulklassen, im engen Austausch mit Schulpsycholog*innen und Schulsozialarbeiter*innen
- Sicherstellung eines schnellen Kommunikationsflusses in Krisenfällen mit den beteiligten Studienstandorten entsprechend der bestehenden Absprachen
- Hinweis zum Aufgabenzuschnitt: Die Stelle umfasst kein psychotherapeutisches Behandlungsangebot. Im Mittelpunkt stehen die diagnostische Einschätzung von Gefährdungslagen, die Einleitung von Schutzmaßnahmen und die Vermittlung in die Regelversorgung. Die psychotherapeutische Sprechstunde (Schritt 3) sowie die anschließende Regelversorgung sind nicht Gegenstand des Projekts bzw. dieser Stelle. Die Kontakte zu Schüler*innen werden immer online stattfinden; die Kommunikation mit anderen beteiligten Fachkräften erfolgt ebenfalls online oder telefonisch.
Ihr Profil ist:
- Abgeschlossene Approbation als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut*in oder als Psychologische*r
Psychotherapeut*in mit Zusatzqualifikation für Kinder und Jugendliche
- Erfahrung in der Einschätzung und Handhabung suizidaler sowie akuter psychischer Krisen bei Jugendlichen
einschließlich der Indikationsstellung für eine stationäre Aufnahme
- Bereitschaft und Fähigkeit, in einem standortübergreifenden Setting zu arbeiten und mehrere Studienzentren zu betreuen
- Bereitschaft zur Arbeit im digitalen Kontakt mit Jugendlichen unter Wahrung hoher Datenschutzstandards
- Ein hohes Maß an interaktiven Kompetenzen sowie eine sorgfältige, verbindliche Arbeitsweise
Darüber hinaus bringen Sie mit:
- Erfahrung in der Anleitung, Schulung oder Supervision von Studierenden bzw. nicht-approbiertem Personal
- Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Schulen, Schulpsychologischen Diensten oder der Schulsozialarbeit
- Erfahrung in klinischen Studien bzw. in der Versorgungsforschung, insbesondere im Umgang mit standardisierten
Verfahrensabläufen (SOPs) und der Dokumentation unerwünschter Ereignisse
- Interesse an digitalen Interventionen (mHealth) in der Prävention psychischer Belastungen im Jugendalter
Wir bieten Ihnen:
- Mitarbeit in einem standortübergreifenden Verbundprojekt mit sieben Studienstandorten und Partner*innen aus Wissenschaft, gesetzlicher Krankenversicherung und Öffentlichem Gesundheitsdienst
- eine klar strukturierte Rolle mit definierten Krisenpfaden, Leitfäden und Warnsystem
- die Möglichkeit, an der Entwicklung einer neuen Versorgungsform sowie an Interventionsmanualen und Implementationsleitfäden mitzuwirken
- flexible Arbeitszeitmodelle zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, u.a. die Möglichkeit zur Telearbeit,
- sicherer und zukunftsorientierter Arbeitsplatz mit attraktiven Konditionen,
- umfangreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten (wie z.B. Sprachkurse),
- attraktive Angebote im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, wie z. B. Hochschulsport,
- zusätzliche Altersvorsorge (RZVK),
- vergünstigte Fahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel (Job-Ticket),
- Dienstfahrrad-Leasing (JobRad).
Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Online-Bewerbung (in einer PDF-Datei) bis zum 30.10.2026 an
monika.equit@uni-saarland.de. Bitte im Betreff der E-Mail die Kennziffer W2924 angeben.
Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden. Ihre Ansprechperson:
Frau Prof. Dr. Monika Equit
Klinische Psychologie und Psychotherapie
Tel.: +49 (0)681 / 302-71021
Die Eingruppierung erfolgt je nach Aufgabenübertragung und Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen in die jeweilige Entgeltgruppe TV-L.
Eine Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.
Sofern Sie einen ausländischen Hochschulabschluss erlangt haben, wird vor der Einstellung ein Nachweis über die Gleichwertigkeit dieses
Abschlusses mit einem deutschen Abschluss durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) benötigt. Bitte beantragen Sie diesen
ggf. rechtzeitig. Nähere Informationen finden Sie unter https://www.kmk.org/zeugnisbewertung
Kosten für die Teilnahme an einem Vorstellungsgespräch bei der Universität des Saarlandes können, ebenso, wie Kosten für eine etwaige
Zeugnisbewertung der ZAB, grundsätzlich leider nicht erstattet werden.
Wir begrüßen Bewerbungen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung,
Alter sowie sexueller Orientierung und Identität. Die Universität des Saarlandes strebt nach Maßgabe ihres Gleichstellungsplanes eine Erhöhung
des Anteils von Frauen an. Menschen mit Schwerbehinderung sind ausdrücklich zur Bewerbung eingeladen und werden bei gleicher Eignung
bevorzugt berücksichtigt.
Im Rahmen Ihrer Bewerbung um eine Stelle an der Universität des Saarlandes (UdS) übermitteln Sie personenbezogene Daten. Beachten Sie bitte
genommen haben.
Um dich für diesen Job zu bewerben, besuche bitte www.uni-saarland.de.
