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Lehrveranstaltungen im
Herbstsemester 2026/27
Stand: 10.09.2026
Aktuelle Informationen zu Lehrveranstaltungsänderungen befinden sich an den “Schwarzen Brettern“ bzw.
auf der Homepage.
Die blau hinterlegten Lehrveranstaltungen sind noch nicht für das HS 2026/27 aktualisiert worden.
Rote Markierungen bezeichnen Änderungen (abgesehen von Überschriften).
Die mit einem * gekennzeichneten Vorlesungen und Gruppenunterrichtsveranstaltungen sind für Gasthörer
zugelassen.
Angebote für Gasthörer bestehen in Musikgeschichte
Musikpädagogik
Musiktheorie
sowie im Bereich Jazz/Popularmusik: Gehörbildung I
Harmonielehre I
Improvisation I
Jazz & Popularmusik Geschichte I
Rhythmik I
Die mit MWS gekennzeichneten Vorlesungen und Gruppenunterrichtsveranstaltungen sind für Studierende des
Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Heidelberg geöffnet.
Die mit é gekennzeichneten Veranstaltungen sind für Vorschüler:innen des Netzwerks Amadé zugelassen.
Abkürzungen
A Altbau
ADT Akademie des Tanzes
HF Hauptfach
HVS Hans–Vogt–Saal
IS Immatrikulationssatzung
JZ Bachelor- und Master of Music (Jazz / Popularmusik)
KMS Kammermusiksaal
N Neubau
OP Opernschule
SWS Semesterwochenstunde
n. V. nach Vereinbarung
n. A. nach Absprache
3
Musikwissenschaft
Vorlesungen
Geschichte des Jazz und der populären Musik I *MWS, é
Bachelor (Jazz [Pflicht], Musikforschung/Medienpraxis [Pflicht], Lehramt, künstlerisch, künstlerisch-pädagogisch),
Master (künstlerisch) als Pflicht- oder Wahlfach möglich, Bachelor (Tanz) als Wahlfach möglich
Als Folge soziokultureller und medialer Veränderungen entstehen in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschiedene populäre Musikkulturen, die bis in die
Gegenwart hinein grundlegend geblieben sind: z. B. der Jazz in New Orleans, der American Popular
Song in New York oder der Tango in Buenos Aires. In den folgenden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts
entwickelt sich der New-Orleans-Jazz hin zum Swing und Bebop, der Blues hin zum Rhythm & Blues
oder die Operette zum Musical. Populäre Musik stiftet interkulturelle Identitäten in urban geprägten
Gesellschaften.
Termin Do 9:15 – 10:45
Beginn 08.10.2026
Raum A 407
Lehrende/r Arndt
Anmeldung per E-Mail: Prof. Dr. Jürgen Arndt
Musikgeschichte I: Von den Anfängen bis 1600 *MWS, é
Bachelor (Lehramt, künstlerisch, künstlerisch-pädagogisch, Musikforschung/Medienpraxis [Pflicht], Jazz), Master
(künstlerisch) als Pflicht- oder Wahlfach möglich, Bachelor (Tanz) als Wahlfach möglich
Wie begann alles? Seit wann wird über Musik gesprochen? Wann gibt es die ersten Quellen? Wie wurde
in der Antike musiziert? Wie entwickelte sich die Musik weiter? Wieso heißt es „Gregorianischer Choral“
und was zeichnet ihn aus? Über alle diese Fragen und noch viel mehr werden wir in dieser Vorlesung
reden. Wir werden über Klöster, Kirchen und Höfe und die immer selbstbewusster auftretenden Städte
hören, die allesamt in der Entwicklung der Musik eine äußerst wichtige Rolle spielten. In der Frühgeschichte sind zunächst weniger Einzelpersonen überliefert, einige ragen aber heraus, wie etwa Hildegard von Bingen, Notker Balbulus (der „Stammler“) und Hermann Contractus („der Lahme“). Wer waren
sie und welche Bedeutung haben sie für die Musikgeschichte? Dies werden wir genauso klären, wie die
wichtige Rolle der Minnesänger, Trobadors und Trouvères. Eine spannende Reise liegt vor uns, von
dem einstimmigen Gregorianischen Choral bis zu der höchst komplexen Vokalpolyphonie der Renaissance.
Termin Mo 17:00 – 18:30
Beginn 05.10.2026
Raum A 407
Lehrende/r Bißwanger
Anmeldung Bitte melden Sie sich über die Lernplattform
Moodle an.
4
Seminare
Modern Jazz um 1980
Bachelor (Jazz als Pflichtfach), Bachelor (Lehramt, künstlerisch, künstlerisch-pädagogisch, Musikforschung), Master (Master Musik/Lehramt) als Pflicht- oder Wahlfach möglich, Bachelor (Tanz) als Wahlfach möglich
Entwicklungen des Modern Jazz um 1980 offenbaren eine klanglich vielseitige, stilistisch offene Lebendigkeit, die von Rückgriffen auf traditionellen Jazz bis hin zur Avantgarde reicht. Diverse Trios aus den
USA („Air“ mit Henry Threadgill, Fred Hopkins, Steve McCall), den Niederlanden/BRD (Peter Brötzmann, Misha Mengelberg und Han Bennink) und der Sowjetunion („Ganelin Trio“ mit Vyacheslav Ga-
nelin, Vladimir Chekasin, Vladimir Tarasov) verdeutlichen das weite musikalische Spektrum ebenso wie
etwas größere Ensembles vom Quintett auf Pat Methenys Doppelalbum „80/81“ bis zum David Murray
Octet.
Termin Di 9:15 – 10:45
Beginn 06.10.2026
Raum N 304
Lehrende/r Arndt
Anmeldung vorab per E-Mail an: Prof. Dr. Jürgen Arndt
Musik und Bildende Kunst im 21. Jahrhundert
Bachelor (Lehramt, künstlerisch, künstlerisch-pädagogisch, Jazz, Musikforschung, Tanz), Master (Master Musik,
Lehramt, Jazz, Musikforschung)
Ganz unterschiedliche Dialoge und Verflechtungen zwischen Musik und Bildender Kunst im 21. Jahrhundert kommen zur Sprache. Anhand der Auseinandersetzung mit prominenten konkreten Beispielen
wird die sich gegenseitig bereichernde Qualität solch künstlerischer Unternehmungen deutlich: in Arvo
Pärts Komposition „Lamentate“ (2002) für die monumentale Skulptur „Marysas“ von Anish Kapoor (London, Tate Modern), in der Videoinstallation „The Refusal of Time“ von William Kentridge mit der Musik
von Philip Miller, die für die Documenta XIII 2012 in Kassel entwickelt wurde und deren eine Edition sich
dauerhaft in der Kunsthalle Mannheim befindet, sowie in Tyshawn Soreys „Monochromatic Light (Afterlife)“, 2022 aufgeführt zum 50jährigem Jubiläum der „Rothko Chapel“ (Houston/Texas) mit ihren großformatigen Bildern Mark Rothkos bzw. der damals dazu entstandenen Komposition Morton Feldmans.
Termin Do 13:30 – 15:00
Beginn 08.10.2026
Raum N 304
Lehrende/r Arndt
Anmeldung vorab per E-Mail: Prof. Dr. Jürgen Arndt
5
Einführung in die Musikwissenschaft
Bachelor (Lehramt und Musikforschung [Pflicht 1. bzw. 2. Sem.], künstlerisch, künstlerisch-pädagogisch), Jazz und
Tanz als Wahlfach möglich
Ausgehend von einem Überblick über die verschiedenen Bereiche der Musikwissenschaft, der Historischen und Systematischen Musikwissenschaft sowie der Ethnomusikologie, werden wichtige wissenschaftliche Perspektiven und Methoden des Fachs besprochen. Darüber hinaus bietet das Seminar eine
Einübung in Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens sowie deren Anwendung in Referaten und
schriftlichen Arbeiten.
Termin Fr 9:15 – 10:45
Beginn 09.10.2026
Lehrende/r Arndt
Raum N 304
Anmeldung vorab per E-Mail: Prof. Dr. Jürgen Arndt
Frédéric Chopin und seine Zeit – ein polnischer Europäer
Bachelor (Lehramt, künstlerisch, künstlerisch-pädagogisch, Musikforschung), Master (Master Musik / Lehramt) als
Pflicht- oder Wahlfach möglich, Bachelor (Tanz) als Wahlfach möglich
Bei dem Namen Frédéric Chopin denken die Meisten an kleine, hübsch anzuhörende, aber äußerst
schwer zu spielende Klavierminiaturen. Dabei war Chopin einer der bedeutendsten Komponisten des
19. Jahrhunderts, dessen Musik äußerst vielschichtig und komplex ist. Hinter jeder Mazurka und jedem
Walzer steckt eine ganze Welt. Chopin, der früh schon seine polnische Heimat verließ, zeigt in jeder
Note seine tiefe Sehnsucht nach seiner Heimat. So ist in einem eigentlich eher heiteren und verspielten
Scherzo ein polnisches Weihnachtslied versteckt. Wo andere ein großes Orchester brauchen, reicht für
Chopin ein einziges Instrument. Es gibt keine Komposition bei Chopin, in der nicht das Klavier vorkommt, meistens solistisch, aber auch mit Orchesterbegleitung, oder als Begleitung und Partner für Lied
und Kammermusik. Wir wollen nicht nur hinter die Oberfläche der Kompositionen Chopins schauen und
ihren tiefen Gehalt entschlüsseln, sondern auch seine Zeit beleuchten. Was bedeutete polnische Musik,
als es noch keinen polnischen Staat gab? Auch andere Klaviervirtuosen, wie Franz Liszt und Clara
Schumann oder den eigentlichen „Erfinder“ der Nocturnes, John Field, wollen wir vergleichend heranziehen.
Termine Mo 15:00 – 16:30
Beginn 05.10.2026
Lehrende/r Bißwanger
Raum N 304
Anmeldung Bitte melden Sie sich über die Lernplattform
Moodle an.
6
Joseph Haydn: Vom fürstlichen Kapellmeister zum freien Künstler
Bachelor (Lehramt, künstlerisch, künstlerisch-pädagogisch, Musikforschung/Medienpraxis, Jazz), Master (Master
Musik / Lehramt) als Pflicht- oder Wahlfach möglich, Bachelor (Tanz) als Wahlfach möglich
Sowohl beim Publikum als auch in der Musikwissenschaft existiert noch heute ein von großer Ambivalenz geprägtes Bild des Komponisten Joseph Haydn (1732–1809). Einerseits gilt der liebevoll als „Papa
Haydn“ bezeichnete Künstler als Wegbereiter der Wiener Klassik, gleichzeitig stehen seine Werke vielfach im Schatten Mozarts und Beethovens – eine Ansicht, die es bei einem detaillierten Blick auf Haydns
Schaffen zu revidieren gilt. Das Seminar nimmt Leben und Werk des Komponisten in den Fokus. Neben
einem Überblick der zentralen Kompositionen Haydns liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Frage,
wie die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts,
der zeitgeschichtliche Kontext, aber auch die unterschiedlichen Anstellungsverhältnisse des Musikers
sein künstlerisches Schaffen beeinflussten: So experimentierte Haydn in der ersten Hälfte seines Le-
bens, während er als Kapellmeister im Fürstenhaus Esterházy materielle Sicherheit genoss, mit den
unterschiedlichsten Gattungen. Gerade im Bereich der Sinfonie und des Streichquartetts etablierte er
Gattungscharakteristika, die für die gesamte Klassik bestimmend werden sollten. Ab 1790 eroberte
Haydn dann im hohen Alter als freischaffender Musiker die Metropolen Europas und schrieb mit den
Londoner Sinfonien, den späten Messen und den beiden großen Oratorien „Die Schöpfung“ und „Die
Jahreszeiten“ Werke, die bis heute als Meilensteine der Musikgeschichte gelten.
Achtung: Das Seminar findet wöchentlich statt. Am 20.10.2026 muss das Seminar leider entfallen; die
Sitzung wird am 23.10.2026 11:15-12:45 Uhr nachgeholt.
Termin Di 11:15 – 12:45
Beginn 06.10.2026
Lehrende/r Mertens
Raum N 304
Anmeldung per E-Mail: Patrick Mertens
John Williams: Zwischen Kinoleinwand und Konzertsaal
Bachelor (Lehramt, künstlerisch, künstlerisch-pädagogisch, Musikforschung/Medienpraxis, Jazz), Master (Master
Musik / Lehramt) als Pflicht- oder Wahlfach möglich, Bachelor (Tanz) als Wahlfach möglich
Der amerikanische Komponist und Dirigent John Williams (*1932) schuf einige der einflussreichsten
Soundtracks der Filmgeschichte. Werke wie „Star Wars“, „Harry Potter“, „Indiana Jones“, „Der weiße
Hai“, „E.T.“ oder „Jurassic Park“ prägen nicht nur bis heute unsere Vorstellung von Filmmusik, sie sorgten zugleich für eine Renaissance groß-besetzter Orchester-Soundtracks ab den 1970er-Jahren. Neben
seinen filmischen Kompositionen schuf Williams auch zahlreiche Werke für den Konzertsaal, darunter
viele Instrumentalkonzerte für bedeutende Solist*innen – seine Zusammenarbeit mit Anne-Sophie Mutter etwa brachte den Komponisten in den letzten Jahren noch einmal zurück in den Fokus. Das Seminar
bietet einen Überblick der zentralen Werke von John Williams, sowohl aus dem Film- als auch aus dem
Konzertbereich. Dabei wird Williams nicht nur als Filmkomponist, sondern auch als Akteur an der
Schnittstelle von Filmindustrie, Tonträgerindustrie und Konzertwesen betrachtet. Neben Grundlagen der
Filmkomposition und stilistischen Analysen steht auch die Frage im Zentrum, wie es Williams gelang,
den Transfer seiner Filmwerke auf die internationalen Konzertbühnen zu forcieren, die heute einen we-
sentlichen Bestandteil der zunehmend beliebten Filmmusikkonzerte bilden.
Achtung: Das Seminar findet als Blockseminar an vier Samstagen (jeweils 10:00-17:30 Uhr) statt:
7
Termin 24.10./14.11./28.11./23.01.
jeweils
10:00 – 11:30; 11:45 – 13:15; 14:15 – 15:45;
16:00 – 17:30 Uhr
Beginn 24.10.2026
Lehrende/r Mertens
Raum N 304
Anmeldung per E-Mail: Patrick Mertens
Musik ohne Grenzen ? Händel und das Europa des 18. Jahrhunderts
Bachelor (Lehramt, künstlerisch, künstlerisch-pädagogisch, Musikforschung), Master (Master Musik / Lehramt) als
Pflicht- oder Wahlfach möglich, Bachelor (Tanz) als Wahlfach möglich
Kaum ein Komponist des 18. Jahrhunderts war so europäisch geprägt wie Georg Friedrich Händel.
Geboren und ausgebildet in Halle/Saale und Hamburg, künstlerisch geprägt in Italien und erfolgreich in
London, bewegte er sich zwischen sehr unterschiedlichen Musikkulturen, Sprachen und
gesellschaftlichen Kontexten. Sein Werk bietet daher einen idealen Zugang zu den kulturellen
Austauschprozessen im frühneuzeitlichen Europa.
Im Seminar wird Händels Schaffen als Ergebnis von Reisen, Begegnungen und Transferprozessen
untersucht. Wie eignete sich Händel unterschiedliche musikalische Traditionen an? Wie verband er
italienische, deutsche und englische Einflüsse? Und wie entstanden daraus Werke, die bis heute zum
Kernrepertoire der europäischen Musikgeschichte gehören?
Anhand ausgewählter Beispiele aus Oper, Oratorium, Kantate und Concerto grosso werden zentrale
Gattungen seines Schaffens vorgestellt. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit Händels Umgang mit
musikalischen Vorlagen, seinem europäischen Netzwerk sowie der Rezeption seiner Werke vom 18.
Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Das Seminar wird durch eine eintägige Quellenwerkstatt an originalen Drucken ergänzt. Hier werden
für die Oratorien „Messias“ und „Samson“ Fragen der musikalischen Überlieferung, des kulturellen
Transfers und der europäischen Vernetzung im 18. Jahrhundert praktisch nachvollzogen.
Termin Mi 11:15 – 12:45 und ein Blocktermin für
Um dich für diesen Job zu bewerben, besuche bitte www.muho-mannheim.de.
