Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sucht:
| Vergütung | E13 TV-L |
|---|---|
| Stellenumfang | 100% (teilzeitgeeignet) |
| Einrichtung | Fakultät III – Sprach- und Kulturwissenschaften, Fakultät IV – Human- und Gesellschaftswissenschaften, Digital Social Sciences and Humanities (DSSH) |
| Dienstort | Oldenburg (Oldb) |
| Bewerbungsfrist | 27.08.2026 |
| Beschäftigungsbeginn | 01.11.2026 |
| Befristet | bis zum 30.09.2030 |
Über uns
Die Carl von Ossietzky Universität erhält vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der VolkswagenStiftung aus der Förderlinie „Potenziale strategisch entfalten“ für ihre Profilschärfung und zur Stärkung ihrer nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit 22,5 Mio. Euro für das Projekt „A Programme for Excellence. Developing Strengths and Building Potentials by Interdisciplinary and International Networking“. Dies soll u.a. mit der konsequenten Vernetzung über Landes- und Staatsgrenzen hinweg, der Förderung von Studierenden und Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen und der Stärkung der interdisziplinären Forschungsschwerpunkte in gesellschaftlich relevanten und innovativen Bereichen erfolgen.
Teil davon ist eine strategische Entwicklung im Bereich Digital Social Sciences and Humanities (DSSH), um die Universität als international sichtbaren Standort für digitale Innovation in den Geistes- und Sozialwissenschaften dauerhaft zu etablieren (mehr dazu). In diesen Rahmen gehören die beiden hier ausgeschriebenen Stellen, die zunächst bis zum 30.09.2030 befristet sind, sowie diese aktuell ausgeschriebene Stelle.
Ihre Aufgaben
Diese Doppelausschreibung richtet sich an Wissenschaftler*innen, die die folgenden Eigenschaften mitbringen:
- eigenständige Forschung im Bereich DSSH;
- Freude an der Entwicklung von institutsübergreifenden Strukturen;
- Interesse an interdisziplinärer Arbeit;
- Erfahrung im Bereich der Drittmitteleinwerbung.
Dies ist eine seltene Gelegenheit, die Grundlagen für ein neues akademisches Profil mit zu gestalten – ein Profil, das Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Bildungs- und Datenwissenschaft gerade in Zeiten von disruptiven KI-Entwicklungen miteinander verbindet und einen nachhaltigen Einfluss auf Forschung, Lehre und die Wissensgesellschaft im Allgemeinen hat.
Ihre Aufgabe: Mitgestaltung bei der Entwicklung eines international sichtbaren DSSH-Profils und der dafür notwendigen Strukturen.
Gemeinsame Vision – Kernstück der Initiative:
- Aufbau eines nachhaltigen und international anerkannten DSSH-Forschungsschwerpunkts und der dazugehörigen Forschungsinfrastruktur;
- Mitwirkung an der Einrichtung eines DSSH-Labs als lebendiges, dynamisches Forschungs- und Lehrzentrum für die Entwicklung und Erprobung von computerbasierten Methoden in den jeweiligen wissenschaftlichen Disziplinen und über disziplinäre Grenzen hinweg;
- Mitwirkung an der Entwicklung eines gemeinsamen, zukunftsorientierten Lehrplans, der für Studierende der Fakultät I (Bildungs- und Sozialwissenschaften), der Fakultät III (Sprach- und Kulturwissenschaften), der Fakultät IV (Human- und Gesellschaftswissenschaften) und des Departments Informatik attraktiv ist und auch auf das Berufsleben außerhalb der Forschung vorbereitet insbesondere in öffentlichen Einrichtungen, im Bereich des kulturellen Erbes, in der digitalen Industrie und im Bildungswesen;
- Mitwirkung an der Integration digitaler Forschungskompetenzen in die Lehrkräftebildung der Zukunft.
Stelle 1: Die Stelle ist federführend im Bereich Methoden der Digital Humanities. Diese Stelle ist angesiedelt in der Fakultät III: Sprach- und Kulturwissenschaften mit einem Schwerpunkt auf sprach- und literaturwissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben, mit einer Brückenfunktion zu anderen kulturellen Phänomenen im Dialog mit den einschlägigen Professuren der drei Fakultäten. Sie sind für den Bereich der methodischen Entwicklung im Rahmen der DSSH-Initiative mitverantwortlich und werden am Aufbau digitaler Infrastruktur gemeinsam mit den einschlägigen Professuren der drei Fakultäten beteiligt. Ihre Aufgaben umfassen:
- Entwicklung eines eigenen innovativen Forschungsprojekts im Bereich der DSSH-Methoden, das sich entweder im Bereich linguistischer oder kultur- und literaturwissenschaftlicher Forschung verorten lässt (Habilitationsprojekt oder vergleichbare Leistung);
- Unterstützung im Bereich computergestützter Text- oder Sprachanalyse unter Verwendung von künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen (ML), natürlicher Sprachverarbeitung (NLP), großer Sprachmodelle (LLMs) und Big Data zur Erforschung von Sprache, Literatur und kulturellen Phänomenen;
- Unterstützung im Bereich Textkodierung, digitale Editionen, Transkription und interaktive Webplattformen;
- Mitarbeit bei der Entwicklung eines DSSH-Labors als zentrale Forschungs- und Ausbildungseinrichtung;
- Organisation und Durchführung verschiedener Workshops und Lehre im Bereich Methoden der DSSH;
- Mitentwicklung eines DSSH-Nebenfach- oder Zertifikatsprogramms, das für Studierende der Geistes-, Bildungs-, Sozial-, Kulturwissenschaften und Informatik sowie des Lehramts attraktiv ist;
- Mitarbeit bei der Entwicklung eines gemeinsamen DSSH-Verbundforschungsantrags gemeinsam mit den einschlägigen Professuren der Fakultäten und anderen Institutionen – ausgerichtet auf große Förderinstitutionen (DFG, Horizon Europe, VolkswagenStiftung usw.).
Stelle 2: Die Stelle ist federführend im Bereich Datenwissenschaft in den Digital Humanities Diese Stelle ist angesiedelt in der Fakultät IV: Human- und Gesellschaftswissenschaften mit einem Schwerpunkt auf digitaler kultureller Verflechtungsgeschichte, der Kulturdatenexploration und der darauf bezogenen reflexiven digitalen Transformation mit einer Brückenfunktion zu anderen Phänomenen im Dialog mit den einschlägigen Professuren der drei Fakultäten. Sie sind für den Bereich der datenwissenschaftlichen Entwicklung im Rahmen der DSSH-Initiative mitverantwortlich und werden am Austausch zu dieser interdisziplinären Schnittstelle gemeinsam mit den einschlägigen Professuren der drei Fakultäten beteiligt. In der Fakultät werden Sie am Ausbau des Fakultätsschwerpunktes „Entangled Cultures Digital and Reflective Data Exploration“ mitwirken.
Sie unterstützen die Koordination der datenwissenschaftlichen Ausarbeitung des DSSH-Profils gemeinsam mit den einschlägigen Professuren der Fakultäten. Ihre Aufgaben umfassen:
- die Entwicklung eines eigenen Forschungsprojekts im Bereich der Datenwissenschaft in den Digital Humanities, vorzugsweise mit einer ontologisch-epistemologischen Perspektive auf die Rolle von Daten, Algorithmen und digitalen Werkzeugen, etwa in Bezug auf die Kategorien und ihre logischen Verknüpfungen, die in Datenbanken für Kulturgüter eingesetzt werden;
- Mitarbeit an der Entwicklung inter- und transdisziplinärer Forschungsfragen an der Schnittstelle von Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Pädagogik und Datenwissenschaft – insbesondere im Bereich der digitalen kulturellen Verflechtungsgeschichte, der Kulturdatenexploration und der darauf bezogenen reflexiven digitalen Transformation;
- Mitarbeit bei der Entwicklung eines DSSH-Labors als zentrale Forschungs- und Ausbildungseinrichtung;
- Mitentwicklung und Durchführung von Lehrveranstaltungen im Themenbereich „Reflexive digitale Transformation”;
- Mithilfe in der Entwicklung von DSSH-Modulen, z.B. eines Moduls für die Integration digitaler Forschungskompetenzen in die zukünftige Lehrkräftebildung;
- Mitarbeit bei der Entwicklung eines gemeinsamen DSSH-Verbundforschungsantrags gemeinsam mit den einschlägigen Professuren der Fakultäten und anderen Institutionen – ausgerichtet auf große Förderinstitutionen (DFG, Horizon Europe, VolkswagenStiftung usw.).
Ihr Profil
Erforderlich ist / Einstellungsvoraussetzungen
- Wissenschaftlicher Hochschulabschluss (Diplom, Master) in Linguistik, Literaturwissenschaften oder Digital Humanities oder einem verwandten Fachgebiet; (Stelle 1); Philosophie oder einem vergleichbaren Fachgebiet (Stelle 2);
- eine abgeschlossene Promotion in einem der für die jeweilige Stelle oben genannten oder einem vergleichbaren Fachgebiet;
- Publikationen in den Bereichen Digital Social Science, Digital Humanities, Kulturerbe oder verwandten Fachgebieten;
- gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift, mindestens eine dieser Sprachen auf Niveau C1;
- ein Exposé für ein Forschungskonzept (zur Habilitation oder zum Erreichen von Habilitationsäquivalenz) im Bereich DSSH im Sinne dieser Ausschreibung (maximal vier Seiten/6.000 Zeichen).
Erwünscht sind / Von Vorteil sind
- Erfahrung in der interdisziplinären Zusammenarbeit
- Erfahrung in der Einwerbung von Drittmitteln
- Erfahrung in der Konzeption innovativer, interdisziplinärer Lehrpläne, die sowohl akademisch anspruchsvoll als auch berufsrelevant sind
- Lehrerfahrung im Bereich DH
Wir bieten
Die Universität Oldenburg stellt nicht nur zwei Postdocs ein – wir entwickeln strategisch ein innovatives Profil in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Das ist Ihre Chance:
- Gestalten Sie die Zukunft der Geistes- und Sozialwissenschaften im digitalen Zeitalter.
- Schaffen Sie einen Studiengang, der international wettbewerbsfähig ist – einen, der Studierende auf Forschung, Innovation und Führungsaufgaben vorbereitet.
- Richten Sie ein DSSH-Lab ein, das zum Vorbild wird.
Unser Anspruch
Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg strebt an, den Frauenanteil im Wissenschaftsbereich zu erhöhen. Deshalb werden Frauen nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Gemäß § 21 Abs. 3 NHG sollen Bewerberinnen bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt werden. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.
Die eigene wissenschaftliche Weiterqualifikation (Habilitation oder habilitationsäquivalente Leistungen) wird erwartet.
Die Stelle bietet ggf. eine Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr.
Kontakt
Fragen zur Stelle beantworten Ihnen gerne Dekan Prof. Dr. Tobias Vogt (Stelle 1) und Dekan Prof. Dr. Benedikt Hensel (Stelle 2).
Bitte senden Sie bis zum 27.08.2026 Ihre Bewerbung per E-Mail an
Neben den üblichen Unterlagen (CV, Zeugnisse/Nachweise, Publikationsliste, Liste eingeworbener Drittmittel) sind Sie eingeladen, folgende Dokumente beizufügen:
- Ein Exposé für eine Habilitation (oder ein Forschungskonzept zum Erreichen von Habilitationsäquivalenz) im Bereich DSSH im Sinne dieser Ausschreibung (maximal vier Seiten/6.000 Zeichen) sowie
- ein Positionspapier (maximal 2 Seiten/3.000 Zeichen), in dem Sie Ihre Qualifikation mit den Aufgaben einer der beiden Stellen verbinden und
- ein Lehrkonzept (maximal 2 Seiten/3.000 Zeichen): z.B. für ein profilgebendes Modul in Ihrem Bereich.
Bewerbungen richten Sie bitte in einem einzigen PDF-Dokument mit dem Stichwort „PostDoc DSSH – Stelle 1 bzw. Stelle 2“an den Dekan bzw. die Dekane.
Reisekosten, die im Rahmen der Vorstellungsgespräche entstehen, können leider nicht erstattet werden.
Vorteile an der Universität Oldenburg
30 Tage Urlaub
Sichere Vergütung nach Tarif
Betriebliche Altersvorsorge
Weiterbildungsmöglichkeiten
Flexible Arbeitszeit
Gesundheitsmanagement
Mobiles Arbeiten
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Unterstützung bei der Kinderbetreuung
Hochschulsport
Zertifikat Fahrradfreundlicher Arbeitgeber
Corporate Benefits
So bewerben Sie sich
- Klicken Sie auf den Button unten, dadurch gelangen Sie zum Login-Formular unseres Bewerbungsportals.
- Sofern noch nicht geschehen, klicken Sie dort bitte zunächst auf REGISTRIEREN, um ein Benutzerkonto anzulegen.
- Hausinterne Bewerber*innen bitten wir, sich mit einer privaten E-Mailadresse als Bewerber*in zu registrieren. Die dienstliche E-Mailadresse der Universität ist der Mitarbeit an einer Besetzungskommission vorbehalten.
- Nachdem Sie sich registriert haben, können Sie sich mit Ihren Zugangsdaten anmelden und dann Ihre Bewerbung starten.
- Später können Sie sich jederzeit auf https://jobs.uni-oldenburg.de einloggen und dann auf Ihre Bewerbung zugreifen.
- Allgemeine Informationen zum Bewerbungsportal finden Sie unter https://uol.de/bewerbungsportal.
Internetkoordinator (Stand: 24.06.2026) | Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/job1194
Um dich für diesen Job zu bewerben, besuche bitte uol.de.
